E-Commerce-Fulfillment: Automatisierung ist besser

Die Bestellzahlen im E-Commerce steigen rasant. Das Umsatzplus bedeutet für die Händler auch ein Mehr an Arbeit beim Fulfillment, sodass eine Versandhandelssoftware irgendwann unumgänglich wird. Ein Plädoyer für die Automatisierung der Abläufe.

Mit der richtigen IT lassen sich die Prozesse im E-Commerce Fulfillment optimieren. (Foto: B+S)

44 Milliarden Euro Umsatz hat der E-Commerce in Deutschland im vergangenen Jahr eingebracht. Das geht aus einer Statistik des Handelsverbands Deutschland hervor. Für das kommende Jahr wird ein erneuter Anstieg um 11 Prozent prognostiziert. Seit 2005 ist der Umsatz im Online-Handel bereits um mehr als 300 Prozent gestiegen. Der Trend ist eindeutig.

Die Zahl der Onlinebestellungen ist riesig. 2016 gingen bei Zalando 69,2 Millionen Bestellungen ein, das sind durchschnittlich über 189.000 pro Tag (Quelle: Statista). Natürlich ist der Großteil aller Internethändler deutlich kleiner, sodass auch das Volumen um ein Vielfaches niedriger ist: Laut einer Umfrage vom Businessmagazin t3n erhalten nur 25 Prozent der deutschen Händler über 100 Bestellungen pro Tag. Aber selbst 50 Pakete müssen erst einmal auf den Weg gebracht werden.

Was bringt Automatisierung im E-Commerce-Fulfillment?

Aufträge sichten, Zahlungseingänge verbuchen, Nachbestellungen bei Lieferanten auslösen, Versandunterlagen vorbereiten, Artikel kommissionieren, Warenausgänge verbuchen, Pakete packen. Die Liste der Aufgaben, die zwischen dem Bestelleingang und dem Versand anfallen, ist lang und die Prozesse sind zeitintensiv. Bei zunehmendem Bestellvolumen kann das Personal schon mal ins Schwitzen kommen. Je größer der Stress, desto höher die Fehlerquote.

Ein Beispiel aus dem Lager: Wenn ein Mitarbeiter für jeden Artikel einzeln durch die Regalreihen läuft, ist das nicht besonders effizient. Zumal eine Bestellung auch aus verschiedenen Komponenten bestehen kann. Da freut sich der Lagerist über Unterstützung. Als Lagerlogistiker wissen wir das bei B+S ganz genau. Und der Händler freut sich, wenn alle Bestellungen zügig bearbeitet werden können – schließlich wollen die Kunden nicht lange auf ihre Ware warten.

Die effektivste Unterstützung ist eine Versandhandelssoftware. Viele Vorgänge im E-Commerce können hierrüber automatisiert werden. Die Maschine setzt bei den menschlichen Arbeitskräften Kapazitäten frei, die an anderer Stelle genutzt werden können. Dadurch steigen die Lieferschnelligkeit, die Anzahl der versendeten Produkte pro Mitarbeiter sowie die Geschwindigkeit der Retourenabwicklung. Gleichzeitig sinkt die Fehlerquote.

Wie arbeitet eine Versandhandelssoftware?

Über eine Versandhandelssoftware wird das Lager mit den Handelsplattformen im Internet verbunden. Bei den meisten Händlern ist das ein eigener Online-Shop, viele nutzen zusätzlich Auktions- oder Verkaufsplattformen. Die Software kann alle Bestellungen bündeln und steuern. So wird die Produktverfügbarkeit automatisch geprüft und aktualisiert, sodass die Angaben auf den Verkaufsplattformen stets dem tatsächlichen Lagerbestand entsprechen. Die manuelle Datenpflege entfällt. Sind von einem Produkt nur noch wenige Artikel verfügbar, wird beim Lieferanten zudem automatisch eine Nachbestellung ausgelöst. Lieferengpässe werden dadurch ausgeschlossen.

Auch bei der Kommissionierung hilft die Software, indem sie eine laufwegeoptimierte Packliste ausgibt. Die Lageristen können also die Bestellungen zusammenstellen, ohne unnötig lange Wege zwischen den Regalen zurückzulegen. Das spart Zeit. Wenn die Artikel bei der Kommissionierung gescannt werden, wird zudem sichergestellt, dass keine falschen Waren versendet werden. Pickt ein Mitarbeiter einen schwarzen Rucksack, anstatt des bestellten blauen, schlägt die Software nach dem Scanvorgang Alarm.

Des Weiteren hilft die Automatisierung der menschlichen Arbeitskraft bei den Versandvorbereitungen – frankiertes Versandetikett, Rechnung und Lieferschein werden erstellt – und der Verbuchung der Zahlungsein- und Warenausgänge.

Praxisbeispiel B+S

Bei B+S verlassen wir uns auf die Versandhandelssoftware der pixi Software GmbH. Vom Bestellimport über die Zahlungsabwicklung und die Kommissionierung bis hin zum Versand wickeln wir sämtliche Prozesse darüber ab. Das Besondere an der Software ist, dass sie auch die für den e-Food-Bereich wichtige Chargenrückverfolgung abbilden kann.

  • Aktuelles
B+S auf Youtube Sehen Sie sich unsere Filme an B+S auf Facebook! Folgen Sie uns auf Facebook